Geprägt war dieser Bewerb nicht nur von den technischen Raffinessen, sondern auch von den - großteils gut zu überwindenden - Höhenmetern und den zahlreichen schwierig zu fahrenden Downhill-Trails.
Gute Bremsen waren wohl das wichtigste Kriterium bei diesem Event.
Der Zieleinlauf - als fast 1minütiges Slalomrennen, - zwischen aufgebauten Torstangen, war eine interessante Herausforderung ganz zum Schluß dieses Rennens.


Julia Ritter


Bei diesem Rennen gab für den StOLV gleich 5 österr. Meistertitel: Georg GRÖLL (H15-17), Walter DRAVETZ (H60-), Wolf EBERLE (H70-), Julia RITTER (D-20) und Sonja PÖTTLER (D50-).
Die wertvollste Medaillie gab es an diesem Tag aber für Andi RIEF (OLC Graz) in der Herren-Eliteklasse.
Er gewann nach sehr kontrolliertem Rennen die Bronzemedaillie in der Staats-MS, was ihn, für eine sehr „durchwachsene“ Saison entschädigte.
Weitere ÖMS-Medaillien gab es für folgende Steirer: Günter Kradischnig (2.Pl, H50-), Hans Luttenberger (3.Pl, H50-), Markus Finder (3.Pl, H-20), Gaby Finder (3.Pl, D50-) und Rudolf Schwarz (3.Pl, H60-).

Das große AC-Finale dieses Jahres, fand am darauf folgenden Tag, auf fast MTBO-historischem Boden statt.
Dort wo 2001 die 2te österr. MTBO-Meisterschaft stattfand, gab es erneut ein “Stelldichein“. Dieser Abschluß war eine Langdistanz, die ihrem Namen gerecht wurde!
Mehr als die Hälfte des Bewerbes wurde in den Weinbergen der Thermenregion absolviert; leider gab es heftigen Gegenwind, sodaß manche lange Gerade fast zur “Tortur“ wurde.


Markus Finder

Auch an diesem Tag waren die Steirer wieder äußerst erfolgreich. So wie am Samstag siegten auch diesmal wieder Georg GRÖLL (OLC Graz) und Julia RITTER (NF Steiermark).
Dazu gesellten sich: Rudolf SCHWARZ (HSV Feldbach, H60) und Gaby HOCH (NF Steiermark, D50-), die an diesem Tag ihre ersten MTBO-AC-Tages-Siege feiern durften.
4x dritte-Plätze gab es dann noch durch Walter Dravetz (H50-), Wolf Eberle (H70-), Gaby Finder (D40-) und Sonja Pöttler (D50-).

Etliche StOLV-Biker fuhren bei diesem Abschlussbewerb in einer anderen Kategorie als am Vortag, weil es schon fast Tradition ist (wenn es persönlich um nichts mehr geht),
zum Abschluß der Saison nochmals woanders „hineinzuschnuppern“.


Walter Dravetz

Die MTBO-AC-Gesamtwertung 2015 beinhaltet die besten 7 Wertungen aus den 10 durchgeführten MTBO-Rennen.
Die heurige AC-Serie umfasste 2 Sprints, 4 Langdistanzen und 4 tatsächliche Mittel-Distanzen.
Eine der Langdistanzen wurde als Free-Order-Bewerb durchgeführt (8.AC Bratislava). 4 Bewerbe fanden im nahen Ausland (Slowakei und Ungarn) statt.

Der StOLV ist auf dem sportlichen Sektor eine der „tragenden Säulen“ des österr. MTBOs; auf der organisatorischen Ebene hingegen, ist die Steiermark aber nicht ganz vorne zu finden.
Leider gibt es in der Steiermark zu wenig durchgeführte MTBO-Veranstaltungen. Zeit wird es wieder einmal, dass ein steirischer Verein einen MTBO-AC organisiert.
Die letzte MTBO-Veranstaltung auf steirischem Boden fand 2013 in Bad Mitterndorf statt und wurde prompt auch zur MTBO-Veranstaltung des Jahres gewählt.
Auch 2016 ist derzeit – von ÖFOL-Seite – kein MTBO in der Steiermark geplant.

An Siegen erfolgreichster Steirer war heuer eindeutig Walter DRAVETZ (OLC Graz), der in 10 durchgeführten AC-Bewerben, gleich 9 Einzelsiege erringen konnte!
Den letzten AC startete Walter noch in der H50-, um sich mit den „jüngeren“ Kollegen messen zu können und belegte hier wieder einen Podestplatz im AC.

In der D50- hat ein Verein klar das “Sagen“: die Naturfreunde Steiermark, im ÖFOL-Vereinsranking, ist der beste steirische MTBO-Verein auf Platz 4 zu finden.
Es gab in der D50 einen 3-fach Erfolg der steirischen Seniorinnen:
Gaby FINDER (5 Einzelsiege) holte sich vor Sonja PÖTTLER (2 Siege) und Waltraud RITTER (2 Siege) den Gesamtsieg im AC.

Besonders erfreulich ist es, daß auch 2 wichtige Nachwuchs-Klassen, – H & D 18-20 – fest in den Händen des StOLVs sind.
Dies kann auch auf ein erfolgreiches Zusammenwirken mit dem StOLV und auch mit den vielfältigen Möglichkeiten des Landes-Leistungszentrum zurückgeführt werden.

Julia RITTER holte sich in ihrer letzten Saison als Juniorin, - deutlicher als erwartet, - auch den Gesamtsieg in dieser sehr ausgeglichenen Kategorie.
6 Siege, 3x Zweite und einmal Dritte, waren ihre Einzelergebnisse in der heurigen AC-Saison. Ab kommendem Jahr, wird sie in der Damen-Elite-Klasse auf Medaillienjagd gehen.
Die Position als Nummer 1 in der Steiermark bleibt unbestritten.

Markus FINDER ist heuer der glücklichste aller AC-Gesamtgewinner.
Der Kärntner OLer Rafael Dobnik, ist international gesehen, zwar bester Österreichischer Junior (3 Mal Top 10 bei der MTBO Jun-WM in Liberec),
konnte den MTBO-AC aber nicht gewinnen, da er ein Wertungsergebnis zu wenig hatte. Er hatte beim Score-MTBO in Bratislava, einen Posten vergessen anzufahren und wurde daher dort disqualifiziert!

Neuerungen in dieser Saison waren 2 Seniorenklassen zusätzlich; erstmals gab es 2015 ja eine H70- sowie eine D60-Kategorie,
die sich als äußerst teilnehmerfreundlich entwickelten. Dadurch konnten nach langer Zeit wieder mehr als 200-Teilnehmer in MTBO-AC-Gesamtwertung gezählt werden.

Erfolgreichstes Bundesland ist Wien mit insgesamt 6 AC-Siegern (alle OLT Transdanubien).
Dahinter folgen die Steiermark und Niederösterreich mit je 4 Gesamtsiegern.

Nachtrag Ergebnisse ÖM-Long:

Bei der österr. Meisterschaften auf der Langdistanz in Bleiburg, – die bereits im Sommer auf der alten Karte „Heiligengrab“ stattfanden,
gab es etliche Meistertitel für die steirischen Teilnehmer. Leider war der Veranstalter (NF Villach), aufgrund des flachen Terrains bei den Bahnlängen etwas zu mutlos,
da die Bahnen in fast allen Kategorien, viel zu kurz waren. 
Besonders 2 Klassen stachen aus StOLV-Sicht ins Auge: die D50- und die H60-! Hier gab es jeweils 3-fach-Erfolge für die steirischen Senioren.
Walter DRAVETZ vor Gottfried LANG und Rudolf SCHWARZ hieß es bei den Herren; und Gaby FINDER vor Waltraud RITTER und Karin WALCH lautete die Medaillienverteilung bei den Damen.

Weitere Medaillien bei der ÖM gab es noch für: Julia RITTER (2.Pl, D-20), Tünde ALLWINGER (3.Pl, D40-) und Michael MELCHER (3.Pl, H50-).
Mario DANNINGER konnte noch einen 2.Platz im Austria-Cup (H21kurz) erreichen.
Kurios war hier nur der Medailliengewinn von Michael Melcher in der H50-, der beim Wettkampf selber nur 5.t-bester Österreicher war,
der aber im Nachhinein (ca. 11/2 Monate später) die Bronzemedaillie zugesprochen bekam, da gleich 2 vor ihm platzierte Sportler – zum WK-Zeitpunkt – keine ÖFOL-Mitglieder waren!