Diese beiden MTBO-ACs fanden in typisch ungarischem Gelände statt. Das Wettkampfzentrum war auf einer Lichtung, mitten im dichten Laubwald, neben einem idyllisch gelegenen Forsthaus. Der umgebende Wald war ziemlich „grün“, und das -- in Ungarn erlaubte -- Queren lohnte sich überhaupt nicht.

Trockenes Wetter und schnelle Fahrbedingungen, garantierten schnelles Vorwärtskommen, und auch schnelle Laufzeiten.
Die Strecken waren an beiden Tagen eher kurz gehalten; sie lagen am unteren Limit der Sollzeiten-Skala.
In den steirischen Reihen gab es vorwiegend zufriedene Gesichter, da es gute Ergebnisse und kaum Pannen gab. In Summe waren an die 160 Teilnehmer aus 5 Ländern mit dabei; davon ca. 80 Österreicher,  die um Austria-Cup-Punkte kämpften.
Neben dem AC war dieser Event natürlich auch Ungarischer und auch Slowakischer MTBO-Cup. Die Sieger und Platzierten des 2-Tage-MTBOs wurden in einer abschließenden Siegerehrung geehrt. Erfreulicher Weise waren auch etliche Steirer darunter.

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Julia Ritter, Siegerin am 2.Tag (D18)

Das Terrain war an beiden Tagen sehr einfach und übersichtlich; die Wege und Forststraßen waren quasi in einem rechteckigen Raster angelegt. Man konnte sehr schnell fahren und mußte sich auch nicht jede Schneise merken. Man mußte sich nur immer richtig auffangen können, um rechtzeitig zum Posten abzuzweigen. Und dann begann dieses Spielchen von Neuem. Obwohl der Bewerb als Middle-Distanz ausgeschrieben wurde, hatte er doch eher den Charakter eines Sprints; allerdings mit viel zu wenig Posten. Die Siegerzeiten in fast allen Klassen lagen unter 30 Minuten.

Beim samstägigen Middledistanz-Bewerb gab es für die Steirer einige tolle Erfolge.
In der Eliteklasse der Herren (H 21-E mit 8,0km+150 Hm und 12 Posten) belegte Andreas RIEF vom OLC Graz als 4.bester Österreicher, in 31:32, Rang 8 in der internationalen Tageswertung; sein Rückstand auf den Tagessieger nur ca. 11/2min. Der Tagessieg ging äußerst überraschend an den Ungarn Laszlo ROZSA in 29:55min. Tobias BREITSCHÄDEL in 30:35 (ASKÖ Henndorf) und der sensationell fahrende Wiener Florian EXLER in 30:45 (OLT Transdanubien) folgten auf Platz 2 und 3.
Auch in der Damen 21-Elite-Klasse ( 7,3km + 120HM + 11Po) gab es keinen Österreichischen Tagessieg. Diesen holte sich die Slowakin Stanislava FAJTOVA (Vazka Bratislava) in 29:57. Michaela GIGON (OLT Transdanubien) kam mit ihren 30:34 knapp an die Tagessiegerin heran und sicherte sich somit den 2.Tagesrang (und Austria-Cupsieg). Hier war leider keine Steirerin dabei.

Tagessiege (inklusive Austria-Cupsiege) gab es an diesem Tag für Walter DRAVETZ in der H50- und Karl FINK in der H60- (beide OLC Graz). 
Einen AC-Sieg gab es dann auch noch in der H15-17 für Markus FINDER vom HSV Graz.

Weiters gab es noch AC-Podestplätze für folgende Steirer:
2.Plätze für: Julia RITTER in der D18-20 und auch für Waltraud RITTER in der D50- (beide NF Steiermark);
und auch Mario DANNINGER (HSV Graz) radelte sich in der H21-kurz, als Zweiter auf das Podest im AC.
3.Plätze gab es noch für: Wolf EBERLE (HSV Aigen) in der H60- und Iain ROCHFORD (OC Fürstenfeld) in der H50-.


Am darauf folgenden Sonntag fand im gleichen Gebiet der 6. Austria-Cup, als Langdistanz statt. Aber auch diese Langdistanz war eher von der „kürzeren Sorte“.
Das Terrain war flacher als am ersten Tag, es gab auch viel mehr Forststraßen, daher noch ein wenig schneller zu befahren; und es gab auch wesentlich mehr Routenwahlen.
19,5km mit 250Hm und 19 Posten hatten die H21E- zurückzulegen. Andreas RIEF (OLC Graz) erwischte einen fast fehlerfreien Lauf, und stellte mit 65:12 die Tagesbestzeit auf!
Kevin HASELSBERGER (NF Villach) radelte sich in 65:44 als Zweiter auf das Podest. Auch Christof HAINGARTNER (OLC Graz) konnte eine Top-Platzierung herausfahren; Platz 6 in der Tageswertung in 70:24.
Die Damen 21E- hatten an diesem Tag 16,1km + 200Hm, und 17 Posten anzufahren. Die am Vortag ausgefallene Ungarin Anna FÜZY nutzte diesmal ihren „Heimvorteil“ und siegte in 70:05; nur knapp 8 Sekunden dahinter, die Siegerin vom Vortag, die Slowakin Stanislava FAJTOVA (70:13). Michaela GIGON wurde an diesem Tag mit einer Zeit von 72:40 Dritte in der Tagesreihung und auch Siegerin im AC.

Tagessiege gab es auch an diesem Tag (6.AC) für die beiden OLC Graz-Sportler Walter DRAVETZ (H50-) und Karl FINK (H60-). Für Walter Dravetz war dies bereits der 5.Sieg im sechsten Rennen, und eine überlegene Austria-Cupführung. Weitere Tagessiege gab es sowohl für Julia RITTER (D18-20) als auch für Waltraud RITTER (D50). Auch für die beiden Naturfreunde Steiermark-Fahrerinnen ein wichtiger Schritt zur Verteidigung des Gesamtsieges vom letzten Jahr. Auch für Markus FINDER (HSV Graz) gab es in der H15-17 noch einen AC-Sieg und somit eine überlegene Führung in der AC-Gesamtwertung.
Podestplätze im Austria-Cup gab es an diesem Tag noch für Gaby FINDER (NF Steiermark) in der D40- als Zweite, sowie für Iain ROCHFORD (OC Füfe) in der H50- und auch Wolf EBERLE in der H60-, als Drittplatzierte.

- Karte M21E long

- Karte W40 middle

Auf nationaler Ebene geht es am 21.+22.September rund um Bad Mitterndorf im steirischen Ausseerland weiter.
Bad Mitterndorf ist quasi der „Geburtsort“ des heimischen MTBO-Sports [1999 erste ÖFOL-MTBO-ÖMS]. Gleichzeitig mit der Langdistanzmeisterschaft findet auch ein World-Ranking-Event für die Eliteklassen statt. Veranstalter ist der HSV Aigen mit Wettkampfchef Wolf EBERLE; breite Unterstützung erfolgt durch die NF Steiermark, angeführt durch Gerfried HOCH und Gottfried LANG.

 Ausschreibung und Einladung Bad Mitterndorf.