Alle 4 StOLV-Sportler sind auch Mitglieder des Steirischen OL-Landeskaders. Andreas RIEF (OLC Graz) startete als einziger Steirer in der Eliteklasse, Julia RITTER (NF Steiermark) und Bernhard FINDER (HSV Graz) waren bei der Junioren-WM im Einsatz und Markus FINDER (HSV Graz) nahm für den ÖFOL beim JEC teil. Betreut wurden die ÖFOL-WM-Kader ebenfalls von Steirern: Wolf EBERLE (StOLV-MTBO-Chef) war Delegationsleiter und Elite-Choach, und zusätzlich noch IOF-Jurymitglied; Michael MELCHER und Gaby FINDER kümmerten sich um die erfolgreiche Nachwuchstruppe; alle drei starteten auch noch in den Masters-Bewerben.

Für Andi RIEF lief es in den Einzelbewerben nicht unbedingt nach Wunsch. Andi – ein sehr starker Biker und auch Bergfahrer – war es sichtlich zu flach, und auch die O-Komponente in den Disziplinen Sprint und Middle, stand zu stark im Vordergrund; weil man manchmal glaubte, bei einem Fuß-OL zu sein. Es gab viele Querlaufpassagen, was man von heimischen MTBO-Events nicht so gewohnt ist. [Bei der WM in Polen, war jegliches Querfahren und -laufen gestattet.]


Andi Rief (Foto:Michael Melcher)

Im Sprint – der bei strömendem Regen stattfand – landete Andi auf Platz 63, auf der Middle-Distanz schaute Platz 60 heraus [105 Starter]. Leider konnte sich Andi dadurch nicht für das A-Finale der Langdistanz qualifizieren. [neues IOF-Reglement: die besten 60 qualifizieren sich für das A-Finale der Langdistanz; i.e.: „Rote Gruppe + Orange Gruppe“, plus die 30 Besten bei den WM-Bewerben Sprint + Middle, sowie je ein Fahrer von den „Nicht-qualifizierten Ländern“] Als kleiner Trost, konnte Andi Rief im B-Finale Platz 3 belegen.

Im Staffelbewerb fuhr Andi in der Staffel „Austria-2“, die jedoch an diesem Tag die heimische Nummer 1 war, da die andere österreichische Staffel, wegen schwerer Materialprobleme aufgeben musste. So kam das Team: Exler-Rief-Klimo auf Platz 13 ins Ziel, was Andis Top-Platzierung bei dieser WM bedeutete.


Erfolgreichste steirische Teilnehmerin für die Steiermark war die 19-jährige Studentin Julia RITTER (NF Steiermark), die bei den Juniorinnen startete.

Beim Eröffnungsbewerb – Mixed-Sprint-Relay – fuhr Julia zusammen mit dem Kärntner Rafael Dobnik, und das Team erreichte als 12.te das Ziel, wurde jedoch nicht gewertet, da nur das beste Team pro Nation (gem. IOF-Relay-Wertungsmodus) in die Ergebnisliste kommt. Der Sieg bei diesem IOF-JEC-Bewerb ging übrigens erfreulicherweise an Österreich (Andreas Waldmann + Lisa Pirker).

[Die Mixed-Relay beim MTBO besteht aus je einer Dame und einem Herr pro Staffel, jeder kommt 2 Mal zum Einsatz und zwar in der Reihenfolge D-H-D-H; die Rundenzeit beträgt 10-13min.]

Widrigste Bedingungen, mit äußerst rutschigem Untergrund und vielen Ästen und Bäumen, die auf den Wegen lagen, waren das Kriterium dieses Sprintbewerbes, wo Julia schlussendlich Platz 23, unter ca. 40 Fahrerinnen, belegte; viele kleinere Fehler die sich summierten, begleiteten sie durch das Wegelabyrinth des Stadtparks von Bialystok.

Bei der Middle-Distanz ging es dann wesentlich besser, obwohl die O-Komponente bei diesem Bewerb ebenfalls deutlich im Vordergrund lag, und Julia aber eher Bike-technische Vorzüge besitzt. Platz 21 war eine kleine Steigerung zum vorangegangenen Sprint.

Bei der Langdistanz lief es dann deutlich besser und es schaute erstmals ein Top-20-Platz heraus, nämlich: Platz 19, auf der ca. 28 km-langen Strecke (Optimalroute).

Am Schlusstag der WM ging es dann um ein Staffeldiplom für Österreichs Juniorinnen, was jedoch mit Platz 7 knapp nicht erreicht wurde. Allerdings legte Julia, als 2-te. Fahrerin, an diesem Tag die stabilste Leistung aller Österreicher hin.


Julia Ritter und Gaby Finder (Foto:Michael Melcher)

Bei den männlichen Junioren war Bernhard FINDER (HSV Graz), Nummer 4 im österreichischen MTBO-Herren-Team. Bernhard absolviert derzeit seinen Grundwehrdienst in Zwölfaxing (NÖ) beim Bundesheer, was keine optimale Voraussetzung für diese WM war.

Er kam in der Mixed-Relay und in der Staffel leider nicht zum Einsatz und startete daher nur bei allen Einzel-Disziplinen, wo ca. 70 Burschen am Start waren.

Ein kleiner technischer Defekt kurz vor dem Start – der gerade noch rechtzeitig behoben werden konnte – vereitelte quasi schon bei Start eine wesentlich bessere Leistung, daher nur Platz 54 auf der Sprintdistanz.

Bei der Mitteldistanz konnte Bernhard mit dem 47.Platz seine beste Platzierung bei dieser WM abliefern. Die Langdistanz mit fast 40 zurückgelegten KM, war dann eine Nummer zu groß, der Trainingsrückstand war sichtlich zu groß; Platz 57 bei seinem allerletzten internationalen Junioren-Einsatz.

Bernhard Finder (Foto:Michael Melcher)

Bernhards Bruder Markus FINDER (HSV Graz) kam beim „European-Youth-Cup (JEC f. H-15-17-Klassen) zum Einsatz; dieses wurde parallel zu den anderen Bewerben durchgeführt.

Gleich zu Beginn der Woche gab es für Markus und seiner Partnerin Lea HNILICA beim Sprint-Mix-Relay ein Diplom für den 6.Nationenplatz bei diesem Event. [nur die beste Staffel pro Nation wird offiziell gewertet]

Die beste Einzelplatzierung gelang Markus im Sprint mit Platz 19, von ca. 35 gestarteten Jugendlichen. Tags darauf auf der Middle-Distanz schaute der 23.Rang heraus. Beim Finale auf der Langdistanz waren die körperlichen Verschleißerscheinungen schon ziemlich stark und Markus erreichte schlussendlich Platz 26. Da vom ÖFOL nur 2 Jugendfahrer zu diesem Event entsandt wurden, konnte Österreich nur eine unvollständige Jugend-Staffel (AK) an den Start zum Staffelrennen schicken. Dennoch konnte Österreichs Staffelfahrer durch ihr Antreten einige Erfahrung für die Zukunft sammeln. Und die ist auf internationalem Sektor die Jugend-EM 2015, die vom 7.-13.Juni in Portugal stattfinden wird.


Markus Finder (Foto:Michael Melcher)

Gleichzeitig mit den Nachwuchs- und Elitebewerben fanden auch die „MTBO-Masters“ statt. Ein Dutzend Österreicher war hier am Start. Auch die steirischen Teambetreuer hatten an den Nachmittagen Gelegenheit, an den Start zu gehen. (Die Mastersbewerbe fanden stets zeitversetzt zu allen anderen Bewerben statt.)

Gaby FINDER (NF Steiermark) konnte bin der D 40- einen 7.Platz (Sprint) und einen 12.Platz auf der Middle-Distanz erreichen.

Wolf EBERLE (HSV Aigen) schaffte in der H60-Klasse: Platz 12 im Sprint, Platz 13 auf der Middle und Platz 18 auf der Langdistanz.

In der teilnehmerstärksten Klasse – der H50- mit fast 80 Startern – konnte Michael MELCHER (NF Steiermark) Platz 19 im Sprint seine beste Platzierung erreichen; es folgten noch Platz 43 auf der Middle und Platz 47 auf der Langdistanz.

Die MTBO-Masters 2015 werden in Idanha a Nova/Portugal stattfinden.