
Walter Dravetz
Der 6.MTBO-AC am Samstag 13.September, fand im Raum Bad Traunstein statt. Das Gelände war zum Teil von der ÖM 2012 bekannt, teils auch komplett neu. Die Bahnen waren recht „human“ gelegt; man konnte fast immer auf halbwegs gut zu befahrenen Wegen und Straßen ausweichen; auch die Höhenmeter waren fast alle fahrbar. Bei dieser Middle-Distanz gab es nur wenige Schiebe-Passagen, daher waren auch die Fahrzeiten moderat. Die steirischen Sportler starteten durchwegs gut in den MTBO-Herbst.
Vor allem für einen Fahrer, sollte dieser Event nicht nur Ranglisten-entscheidend sein, sondern sollte auch lange am „Nervengerüst zerren“! Im Endeffekt (2½ Monate später) siegte dann nicht nur Walter DRAVETZ (OLC Graz) im Austria-Cup (Gesamtwertung), sondern es siegte die sportliche Fairness! [Die am Wettkampftag anwesende Jury, – die zudem nicht korrekt handlungsfähig war – fällte eine fehlerhafte Entscheidung, basierend auf falschen Tatsachen. Da ein Juryentscheid jedoch unumstößlich ist, konnte erst die nächst höhere Instanz diesen peinlichen Fehler aufheben; was der ÖFOL-Vorstand in seiner Sitzung - Ende Oktober - auch tat]. Fakt ist jedoch, daß Walter DRAVETZ den Tagessieg in der H60- herausfahren konnte. Leider gab es keine weiteren steirischen Klassensieger. Podiumsplätze gab es noch für Julia RITTER (2.Pl/ D18-20), Sonja PÖTTLER (2.Pl/ D50), Michael MELCHER (2.Pl/ H50), Bernhard FINDER (3.Pl/ H18-20), Wolf EBERLE (3.Pl/ H60-).

Julia Ritter
Am Sonntag 14.9. fand rund um die Burg Rappottenstein die ÖMS auf der Langdistanz statt. Und dieser Bewerb hatte es wahrlich „in sich“! Es war ein Rennen der „Extreme“. Schon einmal der Weg zum Start mit ca. 200Hm auf 3km Anfahrtsweg (davon 100 Hm auf den letzten 500m), war Aufwärmübung genug. Zusätzliche Kilometer gab es für etliche MTBOler, die auf dem Weg zum Start in die Irre geführt wurden. Eine entscheidende Wegmarkierung auf einer großen Kreuzung, wurde von Unbekannten demontiert, sodaß man viel zu spät zum Start kam. Man durfte zwar Nachstarten, dies funktionierte aber leider ziemlich willkürlich, sodaß die eigentliche Startreihenfolge in manchen Klassen obsolet war.
Obwohl der Start sehr stark überhöht war (fast auf dem höchsten Kartenpunkt), gab es immer noch sehr viele Höhenmeter zu überwinden. Auch an diesem Tag zahlte es sich aus, riesengroße und auch etwas versteckte Umwege in Kauf zu nehmen, um die Höhenmeter zu umfahren, bzw. um auf besser befahrbaren Wegen ans Ziel zu gelangen. In den steilen Anstiegen konnte man zumeist eh nur schieben, in den Downhill-Passagen musste man dann doch etwas an Mut und an Überwindung aufbringen, um fahrend und ohne Sturz „hinunter zu kommen“.
An diesem Tag gab es für die Steiermark 2 Ö-Meistertitel durch Walter DRAVETZ (OLCG/ H60-) und Sonja PÖTTLER (NF Stmk/ D50-). 2 mal Silber gab es durch Jonas GRUNDNER (HSV Aigen/ H-14) und durch Julia RITTER (NF Stmk/ D18-20). Auch gab es noch 2 „Bronzene“ durch Bernhard FINDER (HSVG/ H18-20) und Michael MELCHER (NF Stmk/ H50-).
# 8. + 9. AC in Salzburg –Wals-Siezenheim
Die beiden letzten MTBO-ACs dieses Jahres, fanden am 4.und 5.Oktober in Salzburg-Wals statt. Veranstalter dieses mustergültig organisierten Events war der HSV Wals unter der Leitung von Franz Nagele und den Gebrüdern Buchberger. Toll auch die Unterstützung des ÖHSV und des österreichischen Bundesheeres, deren Infrastruktur in der Schwarzenbergkaserne (größte Kaserne Österreichs) genutzt werden durfte. Die Auswertung wurde – wie immer erstklassig – von Eugen Kainrath bewerkstelligt. Das Alles war ein Garant für eine „High-Quality“-Veranstaltung. Erfreulich war auch, dass mit Christian Breitschädel ein kompetenter TD gewonnen werden konnte, der immer „up-to-date“ war. Mit entscheidend, dass der ganze Bewerb zur Zufriedenheit aller Teilnehmer funktionierte, war auch, daß der TD sich voll und ganz auf seinen „ÖFOL-Job“ konzentrieren konnte, und nicht durch verzichtbare Nebentätigkeiten an der Organisation abgelenkt wurde.
Am Samstag 4.10. fand die ÖM + ÖStMS im MTBO-Sprint statt. Als Karte wurde die bekannte Karte „Schwarzenbergkaserne“ verwendet, die für MTBO-Zwecke adaptiert wurde. Hier wurde bereits vor einigen Jahren, auch ein Fuß-OL-Austria-Cup durchgeführt. Das Sprint-Terrain war zum größten Teil Kasernenareal mit Asphalt und Schotterflächen; sowie ein dicht bewachsener und kupierter Militärübungsplatz mit sehr vielen Wegen, Pfaden und Schotterwiesen. Vom Belag her war also ein Schnelles Fahren möglich, allerdings war die Postenanzahl sehr hoch und die Posten standen zumeist zwischen Baracken und Kasernengebäuden, weswegen immer rechtzeitig eingebremst werden musste. Das Querfahren war überall gestattet, was noch zusätzlich für Alternativen sorgte.
So war eines der Hauptkriterien natürlich das Stehenbleiben, Stempeln, Wieder-Anfahren und Tempoherstellen. Wenn man nur 20 x 5 Sekunden (100sec) allein beim „zu-frühen-Bremsen“, oder „Nicht-Optimalen-Stempeln“ verlor, war man in manch einer Klasse schon nicht mehr am Podest zu finden.
Für die Steirischen MTBOler gab es erfreulicherweise wieder 2 Meistertitel durch: Julia RITTER (D-20) und Michael MELCHER (H50-) beide NF Steiermark.
2 Silbermedaillien gab es für: Bernhard FINDER (H-20) und Walter DRAVETZ (H60-). Als Dritte am Podest standen noch: Markus FINDER (H-20), Wolf EBERLE (H60-), Gaby FINDER (D40-) und Sonja PÖTTLER (D50-).

Michael Melcher
Das MTBO-Finale am Sonntag (5.10.) wurde als Mittel-Distanz durchgeführt. Es wurden 2 verschieden MTBO-Karten, in 2 unterschiedlichen Geländeteilen verwendet. Das Kartenformat wiederum A3, und sehr übersichtlich!
Zuerst wurde eine Runde in der Saalachau gefahren (M=1:7500 / 2,5m Äquid.), danach wurde die Karte beim Zwischenzeitposten (bei der Kaserneneinfahrt) einfach umgedreht (2.Teil auf der Rückseite) und es wurde mit der „Kasernenkarte“ (M=1:5000 / 2m Äquid.) weitergefahren.
Vor allem in den Saalach-Auen war das Terrain sehr nass und matschig; das Durchfahren der unzähligen Wasser-Lacken erforderte manchmal auch etwas an Überwindung; konnte man ja nicht immer gleich sehen, wie tief das Wasser steht !
Auch an diesem Tag war auf jeder Runde effizientes Kartenfalten notwendig, damit man möglichst ohne zusätzliches Stehenbleiben, über die Runden kam. Besonders bei derartigen, zeitbringenden Kleinigkeiten, merkt man deutlich den Unterschied zwischen KaderfahrerInnen und Hobbyfahrer; während man die „Profis“ beim Freihändigfahren beobachten konnte, wie die Karte umgefaltet wurde, legten die meisten Gelegenheits-MTBOler doch eine deutliche Pause ein, um die Karte wieder „stilgerecht“ in den Halter zu bekommen.
Auch beim AC-Finale standen noch einmal viele Steirer am Siegespodest: Sonja PÖTTLER (D50-) und Walter DRAVETZ (H60-) als Klassensieger; Gaby FINDER (D40-) und Bernhard FINDER (H-20) als Zweitplatzierte; und Wolf EBERLE (H60-), Markus FINDER (H15-17), Michael MELCHER (H50-), standen nochmals am „3.Treppchen“!
In der MTBO-AC-Gesamtwertung siegte Walter DRAVETZ (OLC Graz) – wie bereits erwähnt – in der H60-Klasse! [Fast wurden ihm 3 ungünstig zusammenlaufende Dinge zum Verhängnis: a) daß er einen SI-Chip der neuesten Generation verwendete und b) daß er vor dem neuen Wettkampf nicht gelöscht und geprüft hatte und c) daß das Auswerteteam mit dieser Situation überfordert war.]
Es wurden die 6 besten Läufe (von 9 ACs) gewertet. Durch die Aufhebung seiner Disqualifikation konnte er nun 6 Ergebnisse aufweisen; davon gab es für ihn gleich 5 Siege.
Noch besser klappte es für Sonja PÖTTLER (NF Steiermark); sie konnte gleich 6 Tagessiege einfahren und gewann somit eindeutig die MTBO-Gesamtwertung.
Weitere Platzierungen unter den Top 3 im MTBO-AC:
2.Ränge gibt es für: Markus FINDER (H15-17) und Bernhard FINDER (H18-20 /beide HSV Graz), Gaby FINDER (D40- / NF Steirmark);
3.Ränge gibt es noch für: Jonas GRUNDNER (H-14), Wolf EBERLE (H60-/ beide HSV Aigen), Julia RITTER (D18-20 ), Waltraud RITTER (D50-), Michael MELCHER (H50- / alle 3: NF Stmk),

Sonja Pöttler
In der Wertung: „Bester MTBO-Verein 2014“ belegten die Naturfreunde Steiermark – als bester StOLV-Verein – den 4.Platz.
Nach der nun folgenden Winterpause startet das nationale MTBO-Jahr 2015 am 25. + 26.April im Süden Niederösterreichs. Der HSV Wr.Neustadt und der HSV Großmittel organisieren im Raum Großmittel, die ÖM Sprint (1.MTBO-AC) und einen Ultralong-Bewerb (2.AC).
Ab dem kommenden Jahr, wird es 2 neue Austria-Cup-Klassen im MTBO geben! Die Palette der Kategorien wird um die D60- und H70- erweitert, da es bereits genügend Senioren gibt, die hier starten können. Die Bahnen sollen altersadäquat und vor allem im Höhenmeterbereich (auch im Downhill-Bereich!) moderat sein.
Ob es auch in der Steiermark einen Austria-Cup geben wird, „steht noch in den Sternen!“ Derzeit wird mit unseren slowenischen Nachbarn betreff Übernahme zumindest eines MTBO-ACs verhandelt, da der heurige Event in Marburg-Strazun (Mariborski OK/ Boris Baumann + Herwig Allwinger) so erfolgreich verlaufen ist.
(Alle Bilder von Michael Melcher)